Der Buddha mit dem Puderzuckerhut :)

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So sah es gestern auf meinem kleinen Balkon aus. So sieht es eigentlich jedes Jahr irgendwann einmal auf meinem Balkon aus. Und jedes Jahr mache ich erneut ein Foto davon, weil dieser Anblick immer wieder auf’s Neue  mein Herz erwärmt.

Vielleicht ist es das Gefühl, absoluter und bedingungsloser Annahme, das der Buddha in solchen Momenten auszustrahlen scheint – er sitzt einfach da, sommers wie winters, unberührt von Hitze, Kälte, Schnee, Regen, Sturm und Hagel … Stund‘ um Stund‘ … gleichviel ob man ihn wahrnimmt oder nicht.

Es ist dies übrigens nicht der „historische“ Buddha Gautama, sondern der Amithaba Buddha (aus der chinesischen Ch’an-Tradition), der Buddha des „Reinen Landes„, der Buddha der unendlichen Liebe und des unendlichen Mitgefühls. Und es drängt sich die rhetorische Frage auf: „Wer voll von Liebe und Mitgefühl ist, kann einen solchen jemals frieren?“ Insoweit ist dieses Bild von einem besonderen Symbolcharakter, denn ist es nicht auch an uns, in einer oft sich so kalt und unerbittlich darstellenden Welt ein warmes Herz zu bewahren? Ein warmes Herz, das uns in die Lage versetzt, unseren Mitwesen von dieser Liebe und Wärme einen Großteil abzugeben? Ja, einen Großteil, denn wenn es uns gelingt, vollends in uns zu ruhen, dann sind wir in der Liebe und brauchen sie nicht mehr … wir brauchen nicht mehr die Liebe, nach der man gesucht hat, denn man hat die Liebe erlangt, die da ist. Kingt komisch, ist aber so 😉

Der vorherige Artikel handelte von „Wundern“, und hier möchte ich das Sätzlein bringen: „Liebe bewirkt Wunder.“ Und so wundert es mich nicht, wenn es buddhistischen Mönchen gelingt, im Schnee des Himalya „oben ohne“ und behängt mit nassen Tüchern zu meditieren. Wen die Liebe bis in die kleinste Körperzelle durchdringt, der kennt keine Kälte mehr.

Auf dass uns stets ein warmes Herz beschieden sei!

Es sendet Euch METTA – Namo Amidha Butsu _/\_

„Phra“ Michael

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Ein Kommentar

  1. Den letzten Absatz finde ich toll – bzw. das, was die Mönche im Himalaya tun. Ja…Liebe bewirkt Wunder. Oh…ist das nicht…wunderschön? 🙂
    Ich habe letztens übrigens eine spannende Reportage über das Leben im Himalaya gesehen. Meine Güte, das sind wirklich „harte“ Bedingungen, unter denen die Menschen dort leben. Besonders spannend fand ich den auch für mich offensichtlichen Unterschied zwischen den in den Dörfern lebenden Menschen und denen, die als Mönch in den Klöstern lebten. Da war es genau so wie du es hier beschreibst. Die Mönche hätten eigentlich schon lange…erfroren sein müssen. 🙂
    Liebe Grüße!

    Antwort

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