Metta-Dhammayana-Vortrag

Seid gegrüßt!

Seit September diesen Jahres leite ich ja die Metta-Dhammayana Dharma-Gruppe in Münster, und am Ende jeder Sitzung halte ich einen kleinen einstündigen Vortrag zu mehr oder weniger allgemeinen spirituellen Themen, die ich dann auch danach auf youtube stelle; Aufhänger ist jeweils die für Meditations-Seminare „klassische“ Lehrrede des Buddha über die 4 Grundlagen der Achtsamkeit. Heute möchte ich denjenigen vom vergangenen Sonntag einmal auch hier zur Verfügung stellen, denn sie enthält, wie ich finde, ganz interessante Aspekte, die mir während des Vortrags eingefallen sind. Viel Freude und Erbauung damit 🙂

Mit Metta

„Phra“ Michael

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Angeleitete Meditation

Nachdem ich ja nun recht viel zum Thema Meditation geschrieben habe – teils eher theoretisch, teils eher in der praktischen Umsetzung – möchte ich Euch eine angeleitete Meditation nicht „schuldig“ bleiben (wie man so schön (?) sagt).

Die Meditation, die Ihr Euch hier anhören und einfach mit-praktizieren könnt, ist eine Metta-Meditation, also eine Meditation der Liebenden-Güte. Es ist ein Live-Mitschnitt einer Sitzung im Rahmen der Metta-Dhammayana Dharma-Gruppe Münster vom 27-10-2013 (daher auch die in den ersten Sekunden nicht so gute Tonqualität).

Viel Spaß beim Mit-Praktizieren – es sendet Euch METTA & SMILES

„Phra“ Atishakaro _/\_

Hindernisse in der Meditation

Zen-Mudra

Zen-Mudra

Das Problem ist jedem Meditierenden wohlbekannt: Man sitzt auf seinem Meditationskissen, und die Gedanken wollen und wollen einfach nicht zur Ruhe kommen. Oder aber: Kaum hat man sich niedergesetzt, schon döst man weg. Von Meditation keine Spur! „Was kann man da machen?“, diese Frage bekomme ich oft zu hören, und sie ist nicht leicht zu beantworten.

Eines sollte man sich wirklich vor Augen halten: Unser Geist ist keine Maschine, die man an- und abschalten kann – unsere Gedanken machen erst einmal, was sie wollen, und das den lieben langen Tag. Wir haben keine dauerhafte Kontrolle über sie – nie wird das deutlicher als in solchen Meditationen. Das erste also ist: Nutze diese Erfahrung als Erkenntnis. Du bist nicht Deine Gedanken, und Deine Gedanken sind nicht Dein Selbst. Ein „Ich“ oder „Selbst“ ist ja immer „selbstbestimmt“, und so könnten Deine Gedanken dann quasi zu sich selbst sagen: „Die Gedanken sollen so sein oder die die Gedanken sollen so sein.“ Geht aber nicht. Also hast Du hier schon einmal einen Einblick in die buddhistische Lehre von „Nicht-Selbst“ ;).

Aber nun zur Praxis: Ich erarbeite gerade einen stufenweisen, methodischen Aufbau von vipâssana-Meditation; mit jeder Phase oder Stufe geht es etwas tiefer in die Meditation hinein. Und beim Erarbeiten dieser Meditationen fiel mir auf, dass man die Stufen nicht einfach nacheinander „abarbeiten“ kann; es gibt auch „Rückschritte“, die es dann natürlich liebevoll anzunehmen gilt! Hieran kann man ein weiteres Mal sehen, dass die Dinge laufen, wie sie wollen, nicht wie wir wollen. Eine wunderschöne Übung in liebevoller Annahme. Und zudem verhindert es das Entstehen „spiritueller Arroganz“ („Ich bin ja so ein toller Meditierender!“)

Und auf diesem Grundsatz beruht auch die „Erste Stufe“: Es gibt immer Phasen, in denen wir nicht meditieren wollen oder können; das kann die unterschiedlichsten Gründe haben, von beruflichem oder familiärem Stress bishin zum einfachen „Ich hab keinen Bock zurzeit“. Kommt dann wieder die Zeit, da man sich aufs Kissen setzen möchte oder kann, kommt die Quittung: Müdigkeit, Fahrigkeit, Benebeltheit, Unruhe, Rast- und Ruhelosigkeit, und damit einher gehend Ärger und Unzufriedenheit. Letzteres überwindet man in der weisen Betrachtung, 1. dass es nur Ärger ist, mehr nicht. Kein Grund ihn persönlich zu nehmen ;), 2. dass alles im Leben kommt und geht – auch Ärger und 3., dass Ärger im Rahmen der Anhaftungen entsteht, und darunter versteht man das Grübeln und Nachdenken darüber, warum die Dinge sind, wie sie sind – also hört man auf über den Ärger nachzudenken … und nimmt ihn liebevoll an, bis er von allein verschwindet.

Was aber bleibt ist die Rast- und Ruhelosigkeit oder die Müdigkeit und Schlappheit. An dieser Stelle kann ich nur dazu raten, diese Zustände als eine Art „zweites Meditationsobjekt“ zu wählen.

Du kannst versuchen, Deinen Atem als Mittelpunkt der Betrachtung zu wählen, aber nur, um Dich überhaupt ein wenig zu zentrieren. Beobachte vor allem mit freudvollem Interesse und in heiterem Gewahrsein, wie Deine Gedanken zunächst sehr weite Kreise ziehen, bevor es Dir zu Bewusstsein kommt und Du wieder zum Atem zurück gelangst. Und kaum dort angelangt, bist Du schon wieder weg. Das mag eine ganze Meditationssitzung über so gehen, aber: Es ist nicht schlimm! Das ist das Entscheidende. Mein Tipp: Auch wenn Du gewohnt bist, vielleicht eine Stunde in Meditation zu sitzen – an dieser Stelle ist es besser, vielleicht nur eine halbe Stunde zu sitzen, dann steh auf, koch Dir einen Kaffee, und nach 10 Minuten oder so setzt Du Dich ein weiteres Mal eine halbe Stunde. Dann machst Du wieder 10 Minuten Pause, und dann setzt Du Dich noch einmal eine halbe Stunde. In der Regel wirst Du in dieser dritten Sitzung feststellen, dass Deine Gedanken nicht mehr wie ein dichter Nebel sind, sondern immer häufiger konkrete Gedanken zu einem Thema auftauchen. Die tragen Dich dann zwar immer noch weg, aber es ist ein Fortschritt, denn es ist ein Zeichen dafür, dass Du langsam in die Ruhe kommst, da Dein Geist nun wieder klare Gedanken fassen kann. Und klare Gedanken kann man leichter loslassen, somit werden die „Schleifen, die Du fliegst“ immer kleiner, und Dir wird vor allem klar, was Dich zurzeit besonders beschäftigt! Das ist wichtig und ein Sinn von Meditation.

Wichtig ist auch … das Lächeln! Wenn Du auf dem Atem bist, dann lächle in Deine Atemzüge hinein. Gut, das ist ohnehin im Sinne des Buddha, wenn er sagt „Freude empfindend will ich einatmen, Freude empfindend will ich ausatmen“ (Satipatthana-Sutta); aber es ist sehr nützlich, in alles, was Dir zu Bewusstsein gelangt, hinein zu lächeln. Wenn Du feststellst, dass Du mit Deinen Gedanken meilenweit weg warst, dann lächle in diese Tatsache hinein. Sag Dir: „Hey, das ist ja interessant, wo mein Geist mich wieder hingebracht hat … und es ist auch völlig in Ordnung … interessantes Thema auch … aber nicht jetzt, denn jetzt ist Meditation … :D“ und dann lächelst Du liebevoll und kehrst zurück zu Deinem Atem.

Wenn ich hier dauernd vom Atem spreche und nicht von Metta – der Praxis, die ich ja eigentlich lehre, dann deshalb, weil wir uns hier noch nicht in der „eigentlichen“ Meditation, sondern in einer Phase befinden, die von manchen Lehrern als „Zugangskonzentration“ beschrieben wird. Aber ich mag den Begriff nicht, denn wir konzentrieren und fokussieren unseren Geist nicht, zwingen ihn nicht, sondern lassen ihn sich von selbst beruhigen! Aber er tut das in seinem eigenen Tempo, und das ist das Wichtige. Worum geht es denn? So schnell wie möglich in die tiefsten Sphären der Meditation zu gelangen? Oder vielleicht doch eher um einen liebevollen und sanften Umgang mit uns und unseren grauen Zellen? Sie arbeiten hart, also lass sie runterkommen – es ist etwa, als würdest Du einem Leistungssportler dabei zuschauen, wie er nach einem Langstreckenlauf noch einige Runden um den Platz ausläuft, bis er endgültig zur Ruhe kommt. Was auf den Körper anwendbar ist, ist immer auch auf den Geist anwendbar, es ist wichtig das zu sehen.

Also: Keine Meditation ist schlecht, und sei sie noch so schlecht 😀 Es kommt nur darauf an, was Du aus der Situation machst – je mehr Freiheit Du Deinem Geist lässt, sich ganz natürlich zu verhalten, desto eher gelangst Du in die Ruhe und dann in tiefe Meditationen, und zwar ohne Kopfschmerzen!

So, das war mal wieder was zum Thema Meditation. Ich hoffe, diejenigen von Euch, die Meditation praktizieren, können etwas damit anfangen.

Ich sende Euch METTA & SMILES

„Phra“ Michael

Kurzvortrag: Achtsamkeit

Mit diesem Kurzvortrag über die Achtsamkeit beginne ich eine ganze Reihe von kürzeren oder längeren Vorträgen zu Themen aus der buddhistischen Lehre, die man sich auf youtube in Ruhe anhören oder auch hier nachlesen kann. Viel Freude und Erbauung wünscht und sendet Metta

„Phra“ Michael

Transkript: Über die Achtsamkeit

Ich möchte mich heute einmal beschäftigen mit dem Thema „Achtsamkeit“. Was ist Achtsamkeit? Ich glaube, es gibt wohl kaum einen Begriff, der so häufig gebraucht ….. also natürlich vor allem im … Bereich Spiritualität gebraucht, und doch so missverstanden wird. Was ist Achtsamkeit?

Hm … vielleicht sollte wir damit beginnen zu schauen, was Achtsamkeit NICHT ist. Vielleicht einfach einmal zur Abgrenzung: Hm … Achtsamkeit wird sehr häufig verwechselt mit „Aufmerksamkeit“. Was ist Aufmerksamkeit? …. Wir sagen: „Ich widme einer Sache ganz meine Aufmerksamkeit“, oder: „Ich höre Dir aufmerksam zu“ – vielleicht tut Ihr das ja jetzt auch … ich weiß es natürlich nicht genau … ;o)

Nun, wie dem auch sei, …….. wenn wir einer Sache unsere Aufmerksamkeit widmen, dann bedeutet das, dass wir uns …. bewusst mit dem beschäftigen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit – ebenfalls bewusst – gerichtet haben. Also beispielsweise … hm … das Schreiben des Einkaufszettels … oder … wenn wir irgendetwas dekorieren – vielleicht den Altar hinter mir oder so. Das ist eine Form der bewussten Aufmerksamkeit. Wir sehen also, dass der Begriff Aufmerksamkeit und der Begriff Bewusstsein eng miteinander verknüpft sind. Was ist Bewusstsein? ……….. Bewusstsein ist das, was weiß, könnte man sagen. Das WAS weiß? Das weiß, was jetzt eben geschieht. In dem Moment, da ich mir darüber klar bin, dass ich etwas Bestimmtes tue, handele ich bewusst.

Im so genannten „Bedingten Entstehen“, das Buddha lehrt, heißt es: Wenn zum Beispiel ein Geräusch da ist, und dieses Geräusch trifft auf mein gesundes Ohr, dann entsteht „Hörbewusstsein“. Etwas präziser müsste man eigentlich sagen: Wenn ein Geräusch an mein Ohr dringt und meine Aufmerksamkeit richtet sich hin zu dem Aufeinandertreffen von Geräusch und Ohr, dann entsteht Hörbewusstsein. Diese Präzisierung ist nicht ganz unwichtig, denn die meisten Sinneseindrücke, die wir erfahren, führen nicht zu einem Sinnenbewusstsein. Das liegt daran, dass das Gehirn selektiert – selektive Wahrnehmung nennt man das. Würden wir …. So jedenfalls sagt es die Neurowissenschaft … alles wahrnehmen, .. also bewusst wahrnehmen, was an Sinneneindrücken unmittelbar auf uns einprasselt, würden wir auf der Stelle verrückt ….. Reizüberflutung. ….. Also trifft das Gehirn eine … Vor-Auswahl dessen, was für uns wichtig ist oder zu sein scheint, und davon ist abhängig, ob wir etwas bewusst wahrnehmen. Auf … auf Buddhistisch … übersetzt heißt das: Von dieser Vorselektion ist abhängig, ob …. nachdem ein Sinnenobjekt … Geräusch, Duft, Geschmack … was auch immer …. Auf unsere Sinnentür … Ohr, Nase, Zunge … ähm …. getroffen ist, ob dann auch Sinnesbewusstsein entsteht; diese drei zusammen werden als Kontakt bezeichnet …… und zwar Kontakt … oder Kontaktaufnahme könnte man vielleicht auch sagen, zu unserer Umwelt. … Ok, das war ein kurzer Exkurs ins Bedingte Entstehen, aber kommen wir zurück zur Aufmerksamkeit.

Hm … nachdem, was ich eben dargestellt habe wird deutlich, dass nur in einem sehr begrenzten Maße wirklich …. also dass wir wirklich bewusst … handeln … oder auch denken. Die meiste Zeit des Tages denken wir …. hören wir, sehen wir, haben ….. Sinneseindrücke … also … ähm …. Empfindungen zB auf der Haut, oder wir schmecken oder riechen …. Aber es ist uns nicht bewusst. Und wie wir gesehen haben, ist das gut so, denn wir wollen ja nicht verrückt werden … also ich jedenfalls nicht …. ;o) …

Also: Aufmerksamkeit kann bewusst irgendwo hin gerichtet werden. Ist das nicht der Fall, so reden wir gemeinhin landläufig nicht von Aufmerksamkeit … wenn wir etwas nicht mitbekommen, obwohl wir es mitbekommen könnten, wenn wir die Aufmerksamkeit bewusst darauf richten würden, heißt es, wir sind unaufmerksam. Das ikennen wir alle aus der Schule. In der Meditation aber sehen wir, dass unsere Aufmerksamkeit sich durchaus ständig bewegt … wir sind uns dessen nur nicht bewusst.

Hm …. Beispiel: Du sitzt in der Meditation und hast Deine Aufmerksamkeit bewusst auf Deinen Atmen gerichtet. Aber nicht konzentriert … also nicht …. In einem Fokus, der alles andere auschließt und unterdrückt …. Das ist Konzentration-Absorption … in der Konzentrations-Absorbtionsmeditation – wie sie heute leider … muss ich sagen … meist gelehrt und wie Meditation meist verstanden wird, wird jede … hm … jede Geistesregung unterdrückt und man … presst gleichermaßen seine Aufmerkamkeit auf den Atem. Das führt sicherlich zu schönen Ruhezuständen, aber erstens erlngt man dadurch keine Einsicht oder Erkenntnis … und das ist das Ziel der vipâssana-Meditation … und zweitens führt es sehr subtil zu Spannung. … Hm … ok .. ich will darauf jetzt nicht näher eingehen. Viel wichtiger ist: Wenn wir während der Betrachtung unseres Atems die …. Aufmerksamkeit …. sozusagen … an der langen Leine lassen, also sie sozusagen … hm … ihr erlauben, sich ganz natürlich zu bewegen, dann sehen wir, dass zwei Dinge passieren können: Das erste ist: Während wir den Atem betrachten (oder irgendein anderes Meditationsobjekt, das ist egal, aber bleiben wir mal beim Atem ..), also während wir den Atem betrachten, bewegt sich unsere Aufmerksamkeit blitzartig vom Atem weg und wieder zu ihm zurück. ………. Also nehmen wir an, es entsteht irgendwo ein Geräusch …. Ein Auto fährt unter Deinem Fenster vorbei …… dann neigt sich Deine Aufmerksamkeit für den Bruchteil einer Sekunde dorthin ……. Man kann nicht sagen, wie schnell oder wie lange, aber es ist nur der Bruchteil einer Sekunde. Genau das mitzubekommen, genau diesen Augenblick zu sehen, da die Aufmerksamkeit sich vom Atem wegbewegt und sich dem Geräusch entgegen neigt, das ist … der … oder ein entscheidender Punkt in der vipâssana-Meditation. Was passiert nämlich, wenn, uns diese Bewegung der Aufmerksamkeit bewusst ist, wir es wirklich mitbekommen haben? Die Aufmerkamkeit kommt unmittelbar wieder zurück zum Atem. So, und das ist Achtsamkeit! Achtsamkeit bedeutet, sich jederzeit darüber bewusst zu sein, wohin unsere Aufmerksamkeit sich neigt. Das ist die Definition von Achtsamkeit, oder besser, von „vipâssana-Achtsamkeit“, also einer Achtsamkeit, die zu Erkenntnis führt, einer Erkenntnis, wie wir ticken … wie wir funktionieren.

Ok, das war, also was ich jetzt beschrieben habe, ist der Idealfall – wir sehen, die Aufmerksamkeit neigt sich zum Geräusch, und Nanosekunden später ist sie schon wieder beim Atem …. dem Meditationsobjekt. Meist aber …. Also das Problem, das Einsteiger bei der Meditation oft haben … oder auch erfahrene Meditierende immer gern zu Beginn der Meditation, ist, dass wir wegdriften mit den Gedanken. Und das ist die zweite Alternative, die in der Meditation passieren kann. Und das bedeutet, wir sind für einen Moment unachtsam. Das kann viele Gründe haben – in der Regel ist das … oder liegt das daran, dass wir zu wenig Energie aufwenden … hmmmm  … um achtsam zu bleiben. Das ist die Herausforderung in der Meditation, immer das richtige Maß an Energie zu halten, sich darauf einzupendeln. Aber das ist ein anderes Thema. Mir geht es nun darum, dass wir … irgendwann merken, dass wir … gaaaanz weit weg sind mit den Gedanken …. Und wenn wir das merken, sind wir wieder bewusst …. Und in dem Moemnt, da wir bewusst sind, können wir auch bewusst die Aufmerksamkeit …. Gaaanz sanft wieder zum Atem führen. Und dann … sind wir wieder achtsam … :o) …. So einfach ist das.

Also: Achtsamkeit ist die Fähigkeit, sich die Dinge, die geschehen, bewusst zu halten. Ok? Das bezieht sich ebenso auf die Dinge im Außen … im so genannten Außen, wir im Innen … also der …. Hm …. unserer Gedanken. Die Aufgabe der vipâssana-Meditation besteht darin, uns darauf zu trainieren unsere Achtsamkeit aufrecht zu erhalten um jederzeit zu sehen, wenn ein Gedanke entsteht und dann frei entscheiden zu können ob wir diesen Gedanken denken wollen oder nicht – das ist Willensfreiheit auf buddhistisch :o)

Wir haben noch einen Moment Zeit, daher kurz noch ein Ausflug ins Anapanasati-Sutta respektive Satipatthana-Sutta[1] – da steht diesbezüglich das gleiche drin. Jedenfalls geht es um Atemachtsamkeit und der Buddha sagt hier: „So weilt der Mönch wissensklar und achtsam“. Das bedeutet … also „wissensklar“ bedeutet: Wissen, was man im gegenwärtigen Moment tut …. Duschen, Zwiebeln schneiden, gehen, sitzen, liegen, greifen nach etwas … was auch immer. Und „achtsam“ bedeutet: Immer beobachtend … stets beobachtend, wie und wohin sich die Aufmerksamkeit neigt.

Wenn wir also in der Meditation unsere Achtsamkeit trainieren … kultivieren, dann lernen wir, selbst die kleinsten Impulse, die in uns entstehen, sofort wahrzunehmen, sie uns bewusst zu machen …. Und das ist für den Alltag von größter Bedeutung, denn wir sehen sofort: Aha, Ärger ist da, Wut ist da, Eifersucht ist da … was auch immer. Und bevor es größeren Schaden anrichten kann, lassen wir es los. Achtsamkeit geht also immer dem anderen Modewort „Loslassen“ voraus. Ohne Achtsamkeit kein Loslassen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch liebevolle Achtsamkeit.

[End of tape]


[1] Lehrrede über die Atemachtsamkeit (MN 118) und Lehrrede über die Grundlagen der Achtsamkeit (MN 10)

Angst verstehen – Frieden finden

Namasté 🙂

Das Thema Angst ist eines, auf das ich beim Durchblättern von Blogs immer wieder stoße. Und es überrascht nicht, denn dieses Thema beherrscht unseren Alltag wie kaum ein Zweites. Begriffspaare sind hier wohl Angst und Sorge, Angst und Mut, aber auch Angst und Wut.

Maria Yakunchikova: „Angst“

Klären sollte man an dieser Stelle vorab, dass Angst und Furcht zwei verschiedene Dinge sind. Furcht ist eine „Realangst“, eine Angst vor einer konkreten äußerlichen Bedrohung in einer Gefahrensituation. Von Angst spricht man also, wenn eben keine akute Gefahrensituation vorliegt. Dieser kleine Exkurs macht bereits deutlich, dass Angst, um die es hier gehen soll, immer nur im Kopf statt findet. Sie hat, aus spiritueller Sicht, keinerlei Realitätsbezug, denn real ist lediglich das, was jetzt-hier ist.

Nähern wir uns der Angst einmal an, indem wir fragen: Gibt es eigentlich verschiedene Ängste, oder gibt es nur Angst? Ich las kürzlich in einem Buch eines spirituellen Lehrers, es gebe drei Hauptkategorien von Angst: Angst vor Verlust (inklusive des Verlusts von Gesundheit und Leben), die Angst, was Andere über uns denken und schließlich die Angst vor psychischem Schmerz. Damit bin ich nicht ganz glücklich. Mir scheint, es gebe eher nur eine Art von Angst, und das ist die vor Verlust. Die Angst davor, was andere über einen denken ist die Angst vor dem Verlust von Status und Ansehen (hier nicht negativ gemeint; das schließt die soziale Akzeptanz mit ein und ist somit auch die Angst vor Isolation), welche somit den (in meinen Augen allem zugrunde liegenden) Art- und Selbsterhaltungstrieb anlangt, und die Angst vor physischem Schmerz ist die Angst vor Verlust von relativem Wohlbefinden.

Es gibt also nur eine Angst. Das zu wissen, macht sie aber nicht angenehmer ;). Angst hemmt, paralysiert manchmal sogar, hindert uns daran, Dinge zu tun, von denen unser Herz sagt, wir sollten sie tun. Sie kann sogar physisch krank machen. Das klingt alles nicht schön, und wirft die Frage auf, ob man Angst dann nicht überwinden sollte – das wäre ja die einfachste Lösung. Nun, natürlich ist dem so, die Frage ist nur die, die sich Psychologen, Psychiater und Psychotherapeuten seit Ewigkeiten stellen WIE? Ich möchte hier einmal einen Ansatz darstellen, der mir am Meisten Sinn zu machen scheint. Es ist ein transpersonal-kognitiver Ansatz.

Diese Angst, wie entsteht sie? Ich habe oben bereits angedeutet, sie entsteht in unserem Kopf, ohne dass eine konkrete Bedrohungssituation bestünde. Sie entspringt der (in vielen Fällen sehr vagen oder gänzlich unkonkreten) Vorstellung, dass etwas passieren könnte, das uns schadet. Das führt mich zu folgender Frage: Was schadet uns eigentlich? Nach dem oben Gesagten: jeder Verlust. Betrachten wir aber einmal Verlust, dann stellen wir fest: Verlust setzt immer voraus, dass wir es vorher hatten. Weiter denken wir in der Regel nicht. Tun wir es doch, dann müssen wir sagen: Verlust ist die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, also in die Situation, bevor wir erlangt haben. Verliere ich also etwas, dann stehe ich nicht schlechter da, als ich vorher gestanden habe, sondern genau so!! Diese Überlegung macht unser Ego aber nicht mit, so rational stimmig sie auch sein mag. Moderne kognitive Verhaltenstherapie greift meist genau an diesem rationalen Punkt an, und übersieht dabei, dass das Problem nicht die Logik ist, sondern das Gesamtkonzept „Ego“. Dem trägt „mein“ transpersonaler Ansatz Rechnung: Indem wir das Ego transzendieren, erledigt sich die Vorstellung, dass „Ich“ etwas verlieren könnte. Ist das Ego transzendiert, bleibt nur der Bewusstseinsstatus des Status quo – also des Jetzt-Hier. Wenn „ich“ aber nichts mehr zu verlieren habe, dann entfällt natürlich die Angst vor dem Verlust. Das führt mich zu folgender Feststellung:

Es geht nicht darum, die Angst zu überwinden, sondern zu verstehen, wo ihre Ursache liegt. Die Ursache ist das Ego mit seinen Vorstellungen, wie die Dinge gefälligst zu sein haben. Es geht also darum, das Ego zu überwinden (zu transzendieren); dann überwinden wir gleichzeitig unsere Angst.

In welchem Zusammenhang steht dann Mut? Ich las kürzlich hier: „Warum benötige ich Mut mich meinen Ängsten zu stellen? Ich könnte es auch mit Gelassenheit oder Neugier probieren, mich der Angst zu nähern“. Diese Aussage ist ein wenig irreführend, denn sie suggeriert, dass zwischen „Mir“ und der „Angst“ eine Trennung vorliegt. Dass das nicht sein kann zeigt sich deutlich darin, dass die Angst in dem Moment verschwindet, wenn ich nicht mehr da bin – sie kann nicht unabhängig von mir weiter existieren, wenn ich zB sterbe.

Etwas Richtiges beinhaltet diese Aussage aber dennoch: Wenn wir gelernt haben, objektiver Beobachter all dessen zu sein, was sich an Erscheinungen erhebt (Gedanken, Emotionen, aber eben auch Ängste), dann können wir als „reiner Beobachter“ auf eine Distanz zu dieser Angst gehen, die es uns erlaubt, uns nicht mehr mit ihr zu identifizieren, sie nicht mehr persönlich zu nehmen, an ihr anzuhaften. Wo spielt da der Mut eine Rolle? Exakt hier! Es bedarf eines enormen Mutes, sich selbst loszulassen, und dieser Mut kann nicht kognitiv erlernt werden; er muss aus der vipâssana-Erfahrung heraus entstehen, dass alles, was wir für „Das bin ICH“ halten, lediglich völlig unpersönliche, ich- und substanzlose Vorgänge im Rahmen eines kosmischen Gesamtvorganges handelt, in welchem das vom Baum fallende Blatt ebenso wenig „Ich“ ist wie ein Gedanke, der in mir erscheint. „Wo immer Du Dich findest, da lass Dich los“, sagt Meister Eckhart. Anders gesagt: Hör auf, Verknüpfungen zwischen „Dir“ und dem Rest der Welt herzustellen – lass die Existenz in Ruhe vor sich hin existieren, ohne ihr ständig Deinen Willen aufzwingen zu wollen. Das im Übrigen ist Gleichmut. Gleichmut kann einzig entstehen in der Erkenntnis, dass das Bild, das ich von mir habe nicht identisch ist mit dem, was ich BIN. Gleichmut ist der Mut zu sehen, dass in der Essenz alles gleich ist 😉

Das Phantastische daran ist: Dieses Prinzip gilt für sämtliche Bereiche negativer Emotionen wie eben Angst, aber auch Eifersucht, Wut, Neid oder Gier. Sie alle stellen einen Bezug, oder besser, eine „Beziehung“ zwischen einem Zustand oder Tatbestand und „mir“, eine Art Bindeglied her. Fehlt das „Ich“, das „Ego“, dann bleibt der Zustand oder Tatbestand für sich allein und wird damit, was er eigentlich ist: völlig neutral. Es entfällt somit also auch noch zusätzlich die Bewertung von Umständen – sie sind einfach nur, wie sie sind.

Ich würde mich freuen, wenn ich mit diesem Artikel einen kleinen Beitrag dazu leisten konnte, ein wenig Licht in das Thema „Angst“ zu bringen, auch wenn dies natürlich nur ein kurzer Abriss eines sehr umfangreichen Themas war.

Metta sendet Euch von Herzen

„Phra“ Michael

Metta „vs“ Atembetrachtung

Ich möchte einmal auf eine Problematik eingehen, die wesentlich seltener auftaucht, als sie es wert wäre: Es geht um die bedeutsame Frage: „Soll ich Atembetrachtung praktizieren oder Liebende-Güte?“ Der Grund dafür, dass diese Frage so selten auftaucht liegt sicher einerseits darin, dass die Metta (Liebende-Güte) – Meditation gar nicht allzu bekannt ist. Zum anderen wird sie von den meisten Praktizierenden nicht in der Form gewürdigt, wie sie gewürdigt werden sollte. Das liegt teils daran, dass die Metta-Meditation von den meisten Meditationslehrern als so genannte „Schutzmeditation“ betrachtet und als solche eher stiefmütterlich behandelt wird. zum anderen liegt es aber auch an den Anhaftungen der Praktizierenden, denen es nicht gelingt, das Konzept der Meditation als eine „Atemkonzentration“ loszulassen – leider geistert diese Vorstellung von Meditation immer noch durch alle spirituellen Sphären. Ich darf daher an dieser Stelle noch einmal kurz darstellen, was „Thema“ buddhistischer Meditation ist:

Der Buddha lehrte Einsichtsmeditation, das ist die Meditation der Erkenntnis des Wahren Wesens / der Wahren Natur der Dinge. Man spricht auch von der vipâssana-Meditation – der Begriff ist sicher dem einen oder der anderen bekannt. Vipâssana bezeichnet also einzig die Art der Meditation.

Überdies werden meist Atembetrachtungsmeditation (anapanasati) und Mettameditation scharf voneinander getrennt; diese Begriffe bezeichnen jedoch lediglich das Meditationsobjekt, also den Gegenstand der Betrachtung, den „Heimathafen“, zu dem man nach einer Ablenkung zurückkehrt. Daraus folgt: Einsichtsmeditation kann praktiziert werden als vipâssana-anapanasati oder als vipâssana-metta-bhâvana. Über den Unterschied dieser beiden möchte ich hier sprechen und welche mir warum sinnvoller zu praktizieren erscheint.

Das Meditationsobjekt der Anapanasati ist nun der Atem, also das Feststellen „Ich atme ein / Ich atme aus“ „Ich atme lang (kurz / tief / flach …) ein // Ich atme lang (kurz / tief / flach …) aus“ und so weiter, entsprechend den Anweisungen des Anapanasati-Sutta.. Es ist lediglich ein Wissen um die Beschaffenheit des Atems im gegenwärtigen Moment; gleichzeitig können wir beobachten, wie sich unsere Aufmerksamkeit von der Beobachtung weg bewegen möchte, hin zu einem Geräusch, einem Gedanken oder einer anderen Ablenkung. Bei einer leichten Ablenkung bemerken wir nur ein leichtes „Zucken“ unseres Geistes, eine Stärkere führt uns bisweilen weit weg und es gilt dann zum Meditaitonsobjekt zurück zu kommen.

In der Metta-Meditation ist das nicht anders; hier jedoch beobachten wir nicht den Atem, sondern das Gefühl von objektloser Liebe, Güte, Freude … (näheres dazu hier). Entscheidender Unterschied ist, dass der Atem deutlich grober ist als das (vor allem anfänglich doch recht subtile) Gefühl von Metta im Solarplexus. Das macht die Atembetrachtung für den Anfänger sicher einfacher.

Zudem ist es so, dass das gedankliche Äußern von „Metta-Wünschen“ („Möge ich in Sicherheit sein / Möge mein Geist friedvoll und ruhig sein …“) für den Anfänger etwas befremdlich ist – und das nachvollziehbarer Weise. Denn eigentlich meint man doch, in der Meditation eben „zu versuchen nicht zu denken“, und nun soll man sogar Gedanken absichtlich verbalisieren? Und in der Tat hat man es so betrachtet in der Atembetrachtung kurzfristig leichter, den Geist zu beruhigen. Wichtig zu wissen ist an dieser Stelle, dass das Meditationsobjekt der Metta-Meditation nicht die Verbalisierung ist, sondern das Gefühl; die Verbalisierung dient so zu sagen lediglich als „Initialzündung“, als „Primer“ für das Entstehen des „Metta-Gefühls“.

Meditation ist ganztägige Praxis

Wir wollen aber Meditation einmal von einer anderen Seite betrachten: Die (methodische) Sitzmeditation dient immer lediglich als Training, als Vorbereitung für die im Alltag aufrecht zu erhaltende Achtsamkeit. Das bedeutet wir sind bemüht, im Alltag die Meditation fortzusetzen und zwar mit demselben Meditationsobjekt – nur so wird Meditation ganztätig und kontinuierlich. Nun, die Rede über die Atemachtsamkeit war von Buddha an Mönche gerichtet, die wenig geistige Beschäftigung haben und sich somit durchaus darin üben können, ganztätig ihren Atem zu beobachten. Aber versuche das mal am Arbeitsplatz vor dem Rechner; Du kannst einen Text verfassen und dabei ein freudiges, liebevolles Gefühl empfinden, nicht aber kannst Du einen Text verfassen, und dabei Deinen Atem dezidiert betrachten. In alles, was Du im Alltag tust, kannst Du Liebende-Güte einströmen lassen und dadurch einen immer friedvolleren, freudigeren und ruhigeren Geist entwickeln.

Unmittelbare Umsetzung von „Harmonischem Sichbemühen“ (rechte Energie / Anstrengung)

Buddha lehrte „harmonisches Sichbemühen“ als eines der 8 Glieder des Pfades, der zur Befreiung führt. Hierunter verstand er, wir entwickeln

(1) Eifer um das Überwinden bereits entstandener übler, unheilsamer Geisteszustände (= Überwindung von Negativem)

(2) Eifer um das Entstehen noch nicht entstandener heilsamer Geisteszustände, (= Hervorbringen von Postitivem)

(3) Eifer um das Beibehalten, das Nicht-Verschwinden, die Stärkung, das Anwachsen, die Entfaltung und Vervollkommnung bereits entstandener heilsamer Geisteszustände (= Erhaltung des Positivem)

(4) Eifer um das Nichtentstehen noch nicht entstandener übler, unheilsamer Geisteszustände (Negatives gar nicht erst entstehen lassen)

Zur Verdeutlichung des Unterschieds zwischen Atem- und Mettameditation ein kurzes Beispiel: Du sitzt in der Meditation und es erscheint eine Erinnerung an einen unangenehmen Vorfall mit einer anderen Person. Du spürst den Ärger wieder aufsteigen, ein unangenehmes Gefühl entsteht. Dann praktizierst Du „harmonisches Sichbemühen“ nach Buddhas Anleitung wie folgt:

(1) Bemerken und Loslassen dessen, was uns vom Gegenstand der Betrachtung (= Meditationsobjekt) ablenkt

(2) Wir entspannen Geist und Körper und Lächeln; damit öffnen wir uns für das sanfte Zurückkehren zum Gegenstand der Betrachtung (Atem oder Gefühl Liebender Güte)

(3) Wir kommen zum Objekt der Betrachtung zurück (Atem oder Gefühl Liebender Güte), welches uns ganz im Jetzt-Hier verweilen lässt. Heiterkeit unterstützt diesen Vorgang.

     Den Punkten (2) und (3) trägt die Metta-Meditation deutlich mehr Rechnung als die Atembetrachtung.  Denn wir entwickeln hier einen heiteren, freudvollen und liebevollen Geist durch die Kultivierung von  Metta. Wenn wir die schmerzhafte Erinnerung an das Ereignis nur loslassen und dann zurück zu unserem Atem eilen, dann findet keine Verarbeitung statt, kein Aufarbeiten einer Anhaftung. Was bleibt ist ein Residuum negativer Energien (das kann man in der Meditation spüren). In der Metta-Meditation ersetzen wir dieses Unheilsame durch etwas Positives, nämlich dzrch liebevolle und gütige Gedanken.

(4)Wir verweilen in Achtsamkeit in der reinen Betrachtung der Ereignisse des gegenwärtigen Momentes und bemühen uns sanft, im Zustand der Erkenntnis zu verweilen. Tritt eine Störung auf (etwas Unheilsames), beginnen wir wider mit (1).

Atembetrachtung ist „Selbstbezogen“

Das Erblühenlassen heilsamer Zustände durch das Loslassen von ablenkenden Gedanken vollzieht sich in der Atembetrachtung vornehmlich „ich-zentriert“. Ich fühle mich damit gut, aber ob mein Nächster etwas davon hat, ist mir in diesem Moment nicht wichtig. In der Metta-Meditation kommt ehr stark der Aspekt zum Ausdruck, dass ich zwar zunächst an meiner eigenen Glückseligkeit zu arbeiten habe, dass ich dies aber zum Wohle aller Wesen tue.

Der Effekt der Metta-Meditation ist also Schulung der Achtsamkeit (erkennen von unheilsamen Gedanken und ersetzen durch heilsame), Entwicklung von Freude, die im ganzen Alltag nach und nach immer mehr Raum einnimmt, Aussenden positiver Schwingungen an Deine gesamte Umwelt, oder:

Ein freudiges Gefühl wird entzündet →  ich verschenke großzügig diese Freude → ich erfreue meine Mitmenschen → das erfreut mich → mein Geist enthärtet sich und wird ruhig und klar → meine Meditation wird tiefer → meine Freude wird größer → noch mehr Metta, die ich verschenken kann und so weiter …

Nach dem Gesagten halte ich die Meditation der Liebenden Güte für wesentlich effektiver als die Atembetrachtung. Für Anfänger ist Letztere wohl zunächst besser geeignet; doch sollten sie alsbald wechseln zur Metta-Meditation.

In diesem Sinne: METTA wünscht von Herzen

Michael